Grandes Alpes Tour!

Tag 6: WOW!!!

Heute Morgen mussten wir in Bourg St. Maurice erst einmal tanken und sind dann gleich in den Pass Roseland gestartet. Unten im Tal gab’s eine Pracht von Blumen. Sehr gemächlich ging es bergan. Je höher wir kamen, desto karger wurde die Landschaft. Es waren schon einige Spitzkehren dabei, die sich aber alle gut fahren ließen. Rechts und links tauchten nach und nach die dicken fetten Brocken auf. Irre beeindruckend. Eigentlich dachten wir, dass die Landschaft noch karger wird, aber das Tal weitete sich und es gab wieder mehr Vegetation und viele Kühe zu sehen. Auf dem Cormet de Roseland angekommen ging es gleich runter nach Albertville. Wir haben am Stausee von Roseland halt gemacht. Vom Pass aus schaut man direkt auf einen See, unbeschreiblich. Das türkisfarbene Wasser mitten in den Bergen. Am See eine Landschaft, da fehlten mir fast die Worte, so wunderschön war das. Die Auffahrt vom Stausee zum Col de Cres war unbeschreiblich. Schmale Straßen, aber ein Blumenmeer hier oben, das seinesgleichen sucht. Runter nach Beaufort war die Straße sehr schlecht und mit Rollsplitt übersät. In Beaufort haben wir eine kleine Pause eingelegt. Die Fahrt zum Col de Colombière war einfach nur toll. Eine super, bestens ausgebaute Straße. Der Anblick der Bergriesen, die vor einem aufragen, ist einfach unbeschreiblich. Weiter ging es zum Cirque du Fer a`Cheval. Die Natur hier ist schon sehr beeindruckend. In diesen Gebieten sind sehr viele Wanderer unterwegs und deutsche Motorradfahrer wohl eher die Ausnahme. Nachdem wir ein bisschen Brot und Käse gegessen hatten, machten wir uns dann auf den Heimweg, da der Himmel ziemlich übel aussah und ein Gewitter drohte. Auf dem Weg zurück nach Seez haben wir dann noch mal einige Pässe unter die Räder genommen. Eindeutig der beste Weg – 100 Punkte – der von Beaufort zum Lac du Roseland. Das ist ein Traum, wirklich nur ein Traum.

Tagesetappe: 338,5 km

 


8.7.14 22:51, kommentieren

Tag 5: Grandes Alpes – jetzt geht’s richtig los!

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir aus St. Ursen losgefahren. Am Genfer See entlang, mit schöner Aussicht auf den See. Tolle Häuser, Paläste und Hotels. Schön zum Gucken! In einer Käserei haben wir uns Schweizer Käse und Brot gekauft. Unser Mittagessen. In Thonon le Bain sind wir in die Grandes Alpes Route eingestiegen. Das war schon mal der erste Leckerbissen. Wir sind durch eine Schlucht gefahren. Unten das türkisgrüne Wasser, aber hier oben schwitzt man ganz ordentlich. Dieser Urlaub steht unter keinem guten Stern. Michi hat gemerkt, dass sein Motorrad keine Leistung mehr bringt, wenn er Gas gibt und es ein bisschen schlabberig in den Kurven ist. Nach der Mittagspause wollte er den Reifendruck messen – war dann nicht mehr nötig. Platten! Ich wusste auch, wo das passiert war, in Montreux, dort habe ich Glassplitter auf der Straße liegen sehen. Im dem Moment wollte ich am liebsten nach Hause fahren. Wer weiß, was noch alles passiert… Zum Glück sind wir im ADAC. Ein Anruf und es wurde alles in die Wege geleitet. Nach einer guten halben Stunde kam ein Abschlepper. Michis Motorrad wurde aufgeladen und es ging zurück zum Genfer See nach Thonon in eine Honda-Werkstatt. Die ganze Verständigung war natürlich auf Französisch, da dieser Teil des Genfer Sees zu Frankreich gehört. Zum Glück hat Michi das alles prima hinbekommen und auch die Franzosen haben sich – entgegen aller Vorurteile – bemüht, Englisch zu sprechen. Nach einer ¾ Stunde und 30€ konnten wir weiterfahren. Dank an den ADAC. Auf direktem Wege sind wir dann weiter nach Seez gefahren. Straßenmäßig nicht so interessant, aber da es schon ziemlich spät war, sicher die beste Entscheidung. In Richtung Col de Colombière sind wir wieder auf die Route der Grandes Alpes gestoßen. Um halb zehn sind wir endlich im Hotel in Seez angekommen. Trotz später Stunde und geschlossener Küche haben wir im Hotel noch eine fantastische Käseplatte bekommen. Drei deutsche Motorradfahrer waren schon da; ich glaube, die haben nur auf uns gewartet, da sie uns gleich in Beschlag genommen und vollgequatscht haben. Wir haben beschlossen, dass wir 2 Tage in Seez bleiben und wollen morgen dann das ganze Stück unter die Räder nehmen, was uns heute fehlte.

Tagesetappe: Doro 384 km, Michi 354 km (der Herr lässt ja neuerdings fahren… PROFIL SPAREN :-)

 


7.7.14 20:48, kommentieren

Tag 4: Zum Vergessen!

Heute ging es um 9 Uhr los. Kurz vor der Schweizer Grenze ist mein Kupplungsseil gerissen. Zum Glück, als wir gerade auf einen Parkplatz fuhren, um Mittagspause zu machen. Unterwegs hätte ich das nicht so prickelnd gefunden. Michi ist in den nächsten Ort gefahren und hat ein Reparaturset gekauft. So konnte das Seil dann schnell repariert werden. Sollte auch eigentlich halten. Hat es auch! Bis 10 km hinter der Schweizer Grenze. Wieder gerissen! Zum Glück an einer Hauseinfahrt und der Eigentümer konnte Michi mit dem richtigen Werkzeug aushelfen. Notdürftig gemacht. Kuppeln war kaum noch möglich, aber bis zur nächsten Werkstatt hat es gereicht. Danach ging es dann problemlos, wenn auch mit großer Verspätung, in Richtung Fribourg weiter, wo wir ein Bed & Breakfast gebucht hatten. Es war herrlich zu fahren, das Wetter wurde zum Abend angenehmer und die Schweizer Landschaft? Wie im Bilderbuch (oder bei Heidi?)! Wir sind zum späteren Abend dem Regen hinterhergefahren und hatten Glück, dass es uns nicht noch erwischt hat. Um halb zehn waren wir dann endlich da. Die Unterkunft ist ein altes Patrizierhaus. Toll!! Sehr schöner Garten und ein schönes, 25 qm großes Zimmer. Richtig alte Holzbohlen auf dem Fußboden. Der Frühstücksraum ist ein kleiner Tanzsaal mit Kamin. Das Haus ist etwa 400 Jahre alt. Unsere Motorräder stehen gut in der alten Kapelle. Wir machen jetzt noch die Route für morgen fertig und dann geht es ins Bett.

Tagesetappe: 400 km

 


6.7.14 22:45, kommentieren

Tag 3: Weiter Richtung Schweiz!

Heute ging es über das Schwabenland weiter Richtung Schweiz. Auf der Fahrt nach Ludwigsburg hat mein Motorrad kurzzeitig die Lust am Fahren verloren und das auf der Autobahn. Ging aber nach kurzer Zeit wieder. Am Nachmittag haben wir uns bei sehr warmem Wetter einen schönen Tag in Stuttgart gemacht und uns die Stadt angeschaut.

Tagesetappe: 280 km

5.7.14 23:44, kommentieren